Faszination Schnelligkeit >> Der Sprint

Der Sprint ist eine der ältesten und auf alle Fälle die populärste Disziplin in der Leichtathletik. Besonders die 100m-Strecke fasziniert Millionen Fernsehzuschauer bei Weltmeisterschaften und Olympischen Spielen.
Die besten Männer erreichen eine Zeit knapp unter 10 Sekunden die besten Frauen unter 11 Sekunden. Dazu ist eine Höchstgeschwindigkeit von über 40km/h (Männer) knapp 35km/h (Frauen) nötig! Also schneller als ein "normaler Mensch" Rad fährt!
Zum Vergleich liegt die Bestzeit eines Schleißheimer Athleten (Matthias Loipersberger) in den letzten 10 Jahren bei 11,47 Sekunden.
Der Sprint umfasst die klassische 100m-Strecke, dazu zählen aber auch die 200m sowie die Stadionrunde über 400m-Distanz (auch als Viertelmeile bekannt). Die Kurzhürdenstrecke umfasst 110m für Männer und 100m für Frauen (siehe Hürden).
Für Kinder und Jugendliche werden in Deutschland vom "olympischen Programm" abweichende Strecken gelaufen:

 

11 Jahre u. jünger 50m - -  
12/13 Jahre 75m - -  
14/15 Jahre 100m - 300m  
ab 16 Jahre 100m 200m 400m  

 

Ein kritischer Artikel über die Doping-Problematik speziell im Sprint aus der Süddeutschen Zeitung (13.02.2008) kann hier (pdf) gelesen werden.

 

 

Faszination Schnelligkeit

(Quelle: www.olympia.ard.de - Berichterstattung Peking 2008)
Unter allen leichtathletischen olympischen Disziplinen stellt der 100-Meter- Sprint ein besonderes sportliches Ereignis dar. Die kurze Zeitperiode, in der Höchstleistungen vollbracht werden müssen, stellt enorme physische wie auch psychische (man bedenke den Start) Anforderungen an die Spitzenathleten.


Kurze Reaktionszeit - optimale Kraftübertragung
In allen Phasen des Sprints, sowohl in der Start-, Beschleunigungs- und Geschwindigkeitsphase, spielt die entwickelte Kraft pro Zeiteinheit eine entscheidende Rolle. Die Tatsache, dass beispielsweise 0,2 Sekunden beim 100-Meter-Lauf zwei Prozent der Gesamtlaufzeit ausmachen (beim 800-Meter- Lauf nur 0,2 Prozent) zeigt, wie enorm wichtig hier die Startphase ist. Die erforderlichen Laufgeschwindigkeiten auf den ersten Metern nach dem Start sind nur zu erreichen, wenn schon in dieser Phase eine optimale Kraftübertragung erfolgt. Der Erfolg einer Startaktion ist im Wesentlichen abhängig von einer kurzen Reaktionszeit und der Wirkung der auf den Block ausgeübten Kräfte: Innerhalb von etwa 0,37 Sekunden - diese Zeit benötigt ein Spitzenathlet zum Lösen vom Block - werden etwa 1.000 Newton (N) vom Athleten auf den Block ausgeübt [Willimczik, 1989]. In der Beschleunigungsphase wird der Körper des Athleten innerhalb von etwa 50 Metern auf eine Höchstgeschwindigkeit von etwa 42 Kilometer pro Stunde (km/h) beschleunigt. In der letzten Phase des Sprints wird nun versucht, diese Geschwindigkeit bis ins Ziel zu halten [Weineck, 2002].

Große Muskelmasse, schnelle Nervenreize
Auch hier stellt die Kraft wieder ein Schlüsselelement dar. Eindrucksvoll sind die kurzen Bodenkontaktzeiten der Weltklassesprinter, die zwischen Start und Zieleinlauf zwischen 130 und 80 Millisekunden (ms) liegen. Nur diese kurze Zeit steht dem Athleten zur Verfügung, die Kraft zu entwickeln, die er für seine Beschleunigung sowie das "Halten" der hohen Geschwindigkeit braucht. Dabei entwickelt der Athlet in der Beschleunigungsphase, beispielsweise bei einer Kontaktzeit von 130 ms, Kräfte von 2.000 bis 2.500 N [Willimczik, 1989].

Eine einfache physikalische Gesetzmäßigkeit führt dann zur Beschleunigung des Athleten: denn jede Kraft erzeugt auch eine Gegenkraft (actio = reactio). Die Kraft, die der Sprinter durch seine Muskel- und Gewichtskraft auf die Laufbahn ausübt, wirkt auch vom Boden auf den Sprinter und beschleunigt ihn. Vorraussetzung dafür ist die maximale Kraftleistungsfähigkeit des Sprinters. Keinem anderen Athleten gelingt es, so viel Kraft in der kurzen zur Verfügung stehenden Zeitspanne zu entwickeln. Dies macht den Kurzstreckensprint einzigartig. Im Vergleich zu den leichtathletischen Ausdauersportarten besitzt der Sprinter eine große Muskelmasse im Bereich der Beine sowie eine äußerst schnelle Muskulatur, die in sehr kurzer Zeit äußerst hohe Kräfte entwickeln kann. Die den Muskel ansteuernden Nervenbahnen zeichnen sich durch eine sehr hohe Leitgeschwindigkeit aus: Nervenreize werden mit einer Geschwindigkeit von bis zu 100 Metern pro Sekunde (m/s) weitergeleitet [Weineck, 2002].

Autorin/Autor: I. Hawener & D. Mank, Lehrstuhl für Sportmedizin und Sporternährung, Ruhr-Universität Bochum

Rückblick:

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Sportlerehrung

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Bay. Ms U23/U16

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14.07.2018

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